Erste Orientierung
Was in den ersten Stunden und Tagen wichtig sein kann
Was geschehen ist, ist nicht Ihre Schuld. Sie bestimmen Ihr Tempo. Diese Hinweise können erste Orientierung geben und ersetzen kein persönliches Gespräch.
Vertraulich anrufenZuerst zählt Ihre Sicherheit
Wenn Sie akut bedroht sind, wählen Sie den Polizeinotruf 110. Wenn es möglich und hilfreich ist, gehen Sie an einen sicheren Ort oder wenden Sie sich an eine Person, der Sie vertrauen.
Medizinische Hilfe und mögliche Spurensicherung
Eine zeitnahe medizinische Untersuchung kann Ihrer Gesundheit dienen und mögliche Spuren dokumentieren. Angebote und Abläufe unterscheiden sich regional. Eine geeignete medizinische Stelle oder Beratungsstelle kann Ihnen erklären, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen – auch wenn Sie noch nicht entschieden haben, ob Sie Anzeige erstatten möchten.
Eine Anzeige kann vorbereitet werden
Sie müssen diesen Schritt nicht unvorbereitet gehen. In einem vertraulichen Gespräch lässt sich klären, wie eine Anzeige und Aussage typischerweise ablaufen und welche Begleitung möglich ist. Zur Polizei dürfen Sie eine Vertrauensperson oder einen Beistand mitnehmen.
Sie haben Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten
Je nach Situation kommen rechtlicher Beistand, psychosoziale Prozessbegleitung und spezialisierte Beratungsangebote in Betracht. Welche Unterstützung passt, lässt sich in Ruhe und anhand Ihrer Situation klären.
Unmittelbare Hilfe
- Akute Gefahr: Polizeinotruf 110
- Medizinischer Notfall: Rettungsdienst 112
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 116 016, anonym, kostenfrei und rund um die Uhr
Das Hilfetelefon richtet sich an betroffene Frauen sowie Menschen aus ihrem Umfeld. Weitere spezialisierte Hilfe kann regional vermittelt werden.
Nächste Schritte in Ruhe besprechen
Schildern Sie mir am Telefon zunächst nur so viel, wie für Sie in Ordnung ist.